Rupprecht Geiger

deutscher Künstler; Maler, Grafiker und Architekt; gehört zu den wenigen Künstlern der Nachkriegszeit, die keiner Kunstrichtung angehören; "Maler der Farbe"; Gründungsmitglied der Gruppe "ZEN 49"; Sohn des Malers Willi Geiger

* 26. Januar 1908 München

† 6. Dezember 2009 München

Herkunft

Rupprecht Geiger wurde 1908 als einziges Kind des expressionistischen Malers Willi Geiger (1877-1971) und dessen Ehefrau Clara, geb. Weiß, in München geboren. Er verbrachte seine Kindheit und Jugend in München und den oberbayrischen Voralpen. Die Familie ging 1923 für ein Jahr nach Spanien, wo G. das Colegio alemán in Madrid besuchte. In dieser Zeit begleitete er seinen Vater auf Reisen zu den Kanarischen Inseln und nach Marokko, empfing dort erste prägende Eindrücke für seine spätere Malerei und begann selbst zu zeichnen und zu aquarellieren.

Ausbildung

Zur Malerei kam G. über den Umweg eines Architekturstudiums bei dem Neoklassizisten Eduard Pfeiffer an der Kunstgewerbeschule München (1926-1929). Daran schlossen sich eine Maurerlehre (1930-1932) und ein weiteres Studium an der Staatsbauschule in München (1933-1935) an. Das Schlussexamen als Architekt legte er 1935 ab.

Wirken

Von 1936 bis zu seiner Einberufung zum Kriegsdienst (1940) arbeitete G. im Büro des Baumeisters Oswald Eduard Bieber, dessen Tochter er 1937 heiratete. Während dieser Zeit entstanden ...